Zum dritten Male wird in diesem Jahr die Hauskrippenausstellung des Krippenvereins im Pfarrzentrum in Höfen zu sehen sein. Am Samstagnachmittag war die offizielle Eröffnung. Seit September war in die alte Schreinerei Theißen in Höfen wieder reges Treiben eingekehrt. Die Krippenbauer des Krippenvereins Höfen trafen sich dort 2-mal wöchentlich, um diese Ausstellung vorzubereiten. Es wurde wieder fleißig gehämmert, geklebt und gewerkelt. In mühevoller Kleinstarbeit entstand so das, was jetzt im Pfarrzentrum bewundert werden kann. Jedes Brettchen und jede Schindel ist von Hand, so quasi als Unikat, entstanden. Besonders erfreulich ist, dass mittlerweile mit Gertrud Jakobs, Renate Call und Marianne Förster drei Frauen mit von der Partie sind. Der Krippenbau ist also keine „Männerdomäne“. Die Krippen im alpenländischen Stil setzen der Phantasie keine Grenzen. Werner Heinz konnte sein Werk mit einem hübschen Erker verzieren. Bei der Anschaffung der Krippenfiguren wurde ihm noch einmal besonders bewusst, wie wichtig die Einhaltung des „Krippenmaßes“ ist, damit die Figuren proportional zum Haus passen. Karl-Heinz Matheis konnte eine orientalische Krippe kreieren. Rolf Isaac war u. a. wieder mit seiner originellen Kinderkrippe vertreten, die altersgerecht das Geschehen um die Geburt Jesu aus dem Blickwinkel eines Kindes wiedergibt. Ganz besonders reizvoll sind in diesem Jahr so genannte Schneekrippen (Reinhold Schmitz, Jürgen Münch). Bethlehem, wie es wohl in einer Schneelandschaft gewesen wäre, mit Eiszapfen an den Hauswänden. „Diese sind aus Glas entstanden“, verrät der Leiter der Krippenbauer Reinhold Schmitz, der wie jedes Jahr mit viel Engagement bei der Sache ist. Das flackernde, wärmende Lagerfeuer darf hier natürlich auch nicht fehlen. Die Krippe aus einem Baumpilz gemacht, ist in diesem Jahr ebenfalls zum ersten Mal im Repertoire der Krippenbauer (Walter Lauscher, Reinhold Schmitz). Der 16-jährige Dennis Münch, der seit letztem Jahr mit Eifer dabei ist, konnte mit seiner orientalischen Krippe wirklich etwas Sehenswertes schaffen. Mit viel Liebe und Phantasie für kleine Details ist Dennis hier vorgegangen. Sogar kleine Kakteen in hübschen Tongefäßen komplettieren das Gesamtbild. „Es ist schön zu sehen, wie ein so junger Bastler mit soviel Freude und Ehrgeiz bei der Sache ist“, so Reinhold Schmitz abschließend. Aber ohne die Hilfe der „alten Hasen“ des Krippenbaus und hier ist besonders Walter Lauscher zu nennen, wäre es für die anderen weitaus schwieriger geworden. Lauscher reiste von Woffelsbach 2-mal wöchentlich an, das waren insgesamt nahezu 600 km, nur um seinen Bastlerkollegen mit seinem fachmännischen Rat zur Seite zu stehen. So gelang es auch der „Newcomerin“ unter den Krippenbauern Renate Call, ihre erste Krippe überhaupt fertig zu stellen. „Es war schon eine Menge Arbeit“, so die Hobbybastlerin. „ Weit über 60 Arbeitsstunden sind mindestens investiert worden“. Ohne die Vorarbeiten zu Hause wäre das wohl nichts geworden. Jede Schindel wurde mit einem Küchenmesser einzeln bearbeitet. Walter Lauscher war natürlich auch mit einer eigenen Krippe an der Ausstellung beteiligt. Er hatte ein Haus aus Steckenborn aus den fünfziger Jahren (Familie Bongard) naturgetreu nachgebaut. Ein weiteres Highlight dieser Ausstellung waren die Ölbilder des Eifelmalers Manfred Hilgers. Die Motive seiner Gemälde sind sehr vielseitig, Die Landschaftsbilder in den verschiedenen Jahreszeiten zeigen die Natur so wie sie ist, facettenreich und schön. Bei den Tierbildern hat der Betrachter das Gefühl, das Motiv wäre als Schnappschuss für den Augenblick in seiner Bewegung festgehalten. Aber auch Portraits gehören zum Repertoire des Künstlers Manfred Hilgers. Ein Teil des Erlöses der Gemälde kommt den krebskranken Kindern des Klinikums Aachen zu gute. Die Ausstellung ist noch bis zum 1. Januar (außer Heiligabend) täglich von 13.00 – 18.00 Uhr im Pfarrzentrum in Höfen geöffnet. MD |