Presse 2006  -                   Ausstellung des Krippenvereins

Das Pfarrzentrum in Höfen war jetzt in der Adventzeit bereits zum 4. Mal Schauplatz einer Ausstellung ganz besonderer Art. Die Krippenbauer des Krippenvereins Höfen geben diesem Ort in dieser Zeit mit ihren selbst gefertigten Krippen und der passenden Dekoration eine wunderschöne weihnachtliche Atmosphäre. An den Wänden sind Bilder mit Weihnachtsmotiven von Erich Charlier, die dieser mit Grundschulkindern der Konzener Grundschule gefertigt hatte. Am Samstag war nun die  Eröffnung dieser Ausstellung und das Zuschauerinteresse war enorm. „Ich habe noch nie soviel Zuschauerandrang bei unserer Eröffnung erlebt, wie in diesem Jahr“, so Reinhold Schmitz, Leiter der Krippenbauer, stolz. Und die Krippen, die mit sehr viel Liebe entstanden waren, konnten sich wirklich sehen lassen. Ab September waren die Hobbybastler mit der Vorbereitung dieser Ausstellung beschäftigt. Die ehemalige Schreinerei Theißen in Höfen wurde wieder für viele Wochen Treffpunkt der Bastler, und die sonst eher still gewordene Schreinerei erwachte wie seit mehreren Jahren zu neuem Leben. Es wurde hier gewerkelt, was das Zeug hielt. Und in mühevoller Kleinarbeit entstand dann das, was jetzt im Pfarrzentrum zu bewundern ist. Der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt. Die „erfahrenen Hasen“ unter den Krippenbauern erwiesen sich wieder als sehr hilfreich, wenn es darum ging, die etwas unerfahreneren mit Rat und Tat zu unterstützen. So sind die Krippenbauer zu einer wirklichen Gemeinschaft zusammengewachsen, jeder interessiert sich für die Belange des anderen. Die praktische Umsetzung auch schwierigster Elemente ist dann kein Problem mehr, z. B. die Fertigung des Krippenmörtels aus Holzleim, Wasser, Kreide und Schleifstaub bzw. Sägemehl. Es sind sowohl orientalische Krippen mit ihrem besonderen Flair zu sehen, als auch traditionelle Alpenländische Krippen. Hier sind es besonders die vielen kleinen Details, die diesen Krippen ihren Reiz verleihen und eine ländliche Idylle schaffen. Da ist z. B. ein Baum mit einem Nistkasten für Vögel im Miniformat. Kleine Tiere unterschiedlichster Art beleben die Szenerie um die Geburt Jesus und Zäune aus kleinen Holzstreifen, jeder „Zaunpfahl“ wurde einzeln, so quasi als Unikat geschnitten setzen harmonische Akzente. Die Wege aus kleinen Bruchsteinen komplettieren schließlich das Gesamtbild eines ländlichen Lebens. Aber auch eine Mischform aus beiden Stilrichtungen ist möglich. Schneekrippen mit kleinen Eiszapfen aus Glas gefertigt zeigen wie es wohl vor 2000 Jahren im Winter gewesen wäre. Ein besonderes Highlight istl die alpenländische Krippe von Karl-Heinz Matheis, der über 11 Monate für die Fertigstellung dieses Kunstwerkes benötigt hat. Er hat direkt zwei Gebäude geschaffen, die durch ein Wehr miteinander verbunden sind. Ganz viele Details wurden liebevoll arrangiert, z.B. ein Misthaufen aus Lerchennadeln und Kaffeesatz oder ein Bäumchen aus einem Weintraubenstängel. Neben Matheis sind noch die Krippen von Reinhold Schmitz, Gertrud Jakobs, Rolf Isaac, Marion Fortain, Marlene Henn, Marianne Förster, Renate Call, Werner Heinz und Walter Lauscher zu bewundern. Ein weiterer Anziehungspunkt und Zuschauermagnet sind dann noch die Ölgemälde des Eifelmalers Manfred Hilgers. Die Motive seiner Bilder sind dabei sehr vielseitig, seien es Tierportraits, Stillleben oder Naturbilder, die die Landschaft facettenreich und schön zeigen, mit Lichtspiegelungen, Sonnenuntergängen und die Natur in ihren unterschiedlichsten Jahreszeiten. Besonders sehenswert ist wohl das Gemälde von „Altdreiborn“ vor dem Krieg. Der Betrachter hat hier das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Die Portraits seiner beiden Enkeltöchter sind wohl etwas ganz Besonderes und erfüllen den Maler mit Stolz. Die beiden Mädchen mit ihren strahlenden Augen und den rosigen Wangen sind „wie zum Anfassen“ – so eine Besucherin enthusiastisch. Auch dreidimensionale Bilder sind für den Künstler keine unlösbare Herausforderung. Es stimmt wirklich alles. Ein Teil des Erlöses kommt, wie jedes Jahr,  den Krebskranken Kindern des Klinikums Aachen zu Gute. Die Ausstellung der Krippenbauer und des Eifelmalers Manfred Hilgers ist noch bis zum 01.01.2007 jeden Tag (außer Heiligabend) von 13.00 – 18.00 Uhr geöffnet.
MD