Das Pfarrzentrum in Höfen verwandelt sich jetzt in der Weihnachtszeit bereits seit 5 Jahren zu einem Treffpunkt vieler Krippenliebhaber, die hier die Gelegenheit nutzen möchten, einerseits die zahlreichen selbst gebauten Krippen der Krippenbauer des Krippenvereins Höfen und zum anderen die Bilder des Eifelmalers Manfred Hilgers zu bewundern. Am Samstagmittag war nun die Eröffnung dieser gemeinsamen Ausstellung und das Besucherinteresse war enorm. Die Krippenbauer unter der Leitung von Reinhold Schmitz hatten auch wieder großes geleistet. Wochenlange intensive Arbeit hatte das entstehen lassen, was jetzt hier zu sehen ist. Seien es traditionelle Alpenländische Krippen oder so genannte Schneekrippen oder orientalische Krippen, alles war möglich. Die Fantasie der Hobbybastler war dabei fast grenzenlos. Viele kleine Details waren liebevoll arrangiert worden und setzten harmonische und das Ganze komplimentierende Akzente. Neben der Krippe selber war auch teilweise das Zubehör und die kleinen Miniaturwerkzeuge selbst gefertigt worden. Für manchen war es bereits die fünfte oder sechste Krippe, die hier zu sehen war. Aber mit Irene Biermanns hatten die Krippenbauer eine „Neue“ begeistern können, so dass die Zahl der weiblichen Krippenbauer stetig ansteigt. Ihr Interesse war durch die bisherigen Krippenausstellungen geweckt worden. „Das Miteinander in unserer Gemeinschaft ist wirklich beispielgebend. Jeder steht dem Anderen, vor allem mir als Neuling, mit Rat und Tat zur Seite“, so beschreibt Biermanns den Zusammenhalt der Truppe. Als erstes, um so quasi zu testen, wie es klappt, hatte sie ein Fass und eine Schubkarre gebaut, die sie dann nachher in ihrer Alpenländischen Krippe platzierte. Anregungen entnahm sie verschiedenen Sachbüchern. Die Einhaltung des Krippenmaßes, d h. die Proportion von Krippenfigur zum Stall wurde hier auch gut beschrieben. Aber wie viel Arbeit hinter dem Ganzen steckt, ist wohl für den Laien kaum abschätzbar. „Zum Glück gibt es die ehemalige Schreinerei Theißen, die uns wieder in den letzten Wochen fast zur zweiten Heimat geworden ist“, so Krippenbauleiter Schmitz. Seit September hatte Therese Theißen die Werkshalle zur Verfügung gestellt. 50 Arbeitsstunden in der Schreinerei waren dabei keine Seltenheit. Und zu Hause musste ebenfalls noch kräftig weiter gebaut werden, um das fertig zustellen, was hier im Pfarrzentrum letzt endlich zu sehen ist. Besondere Highlights der Ausstellung sind u. a. die uralten Figuren, von Gertrud Jakobs, die fast 300 Jahre alte Wurzel, die Rolf Isaak für seine Wurzelkrippe gefunden hat und die „Klosterarbeiten“ von Marianne Förster. Sie hatte dabei bis zu 50 Swarowski Perlen und vergoldeter Draht in einem Gänseei zu einem Kunstwerk zusammengefügt. Diese Technik, die früher ausschließlich in Klöstern ausgeübt wurde, hatte sie sich in Kursen in Südtirol angeeignet. Aber auch Reinhold Schmitz hatte mit seiner „Reisekrippe“ ein Unikat geschaffen. Diese Krippe lässt sich in eine Truhe zusammenlegen und mit auf Reisen in ferne Länder nehmen, um auch hier, unter südlicher Sonne ein Weihnachtsfeeling entstehen zu lassen. Die Spieluhr mit Weihnachtsmusik gibt dann ihr Bestes dazu. Außerdem sind noch die Krippen von Werner Heinz, Renate Call, Karl-Heinz Matheis, Jürgen Münch, Marlene Henn und Marion Fortain zu sehen. Zum Abschluss dieser offiziellen Eröffnung waren dann noch die Musiker Erich Braun, Erwin Mießen und Karl-Heinz Lennartz, die sonst in der Landschaftskrippe von Reiner Jakobs tatkräftig mitarbeiten, mit ihren Instrumenten erschienen und sorgten für eine musikalische Bereicherung des Ganzen. Aber auch der mittlerweile weit über die Grenzen des Monschauer Landes hinaus bekannte Eifelmaler Manfred Hilgers (Mitglied der Künstlergruppe „via-duct Monschau Büttgenbach“), ist mit seinen Bildern zu sehen. Mittlerweile sind seine Werke quer durch Deutschland und sogar auch in der Türkei, im Iran und in Übersee bekannt. Er präsentiert hier einen Ausschnitt seines Könnens. Als neue Technik ist dabei neben der bekannten Zeichnung auf Papier nun auch Zeichnung auf Leinwand zu sehen Die Motive seiner Ölbilder sind facettenreich und schön. Da ist z.B. der Sonnenuntergang, der wirklich der Natur nachempfunden ist, oder der Nebel, der über dem Boden schwebt. Die alten Bauernhöfe spiegeln das Eifeler Landleben perfekt wieder und halten es für die Ewigkeit fest. Eine große Sensibilität, vor allem im Umgang mit Licht und Schatten, zeichnet dabei seine Werke aus. Auch die Bilderrahmen sind perfekt auf jedes Bild abgestimmt. Ein Teil des Erlöses kommt wie jedes Jahr den krebskranken Kindern des Klinikums Aachen zu Gute. Diese Ausstellung ist noch bis zum 6. Januar täglich außer Heiligabend von 13.00 bis 18.00 Uhr für Besucher geöffnet. MD |