„Alle Jahre wieder“ – getreu diesem bekannten Weihnachtslied findet jetzt bereits zum 6. Mal eine Krippenausstellung der Krippenbauer des Krippenvereins im Pfarrzentrum in Höfen statt. Der Eifelmaler Manfred Hilgers ist ebenfalls parallel mit einer großen Auswahl seiner Werke zu sehen. Christoph Dosquet, zweiter Vorsitzende des Krippenvereins, bedankte sich während der Ausstellungseröffnung am Samstagnachmittag bei allen, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben. So ist Reinhold Schmitz, Leiter der Krippenbauer, ein wirkliches Planungs- und Organisationstalent. Walter Lauscher, erfahrener „alter Hase“ in Sachen Krippenbau legt jedes Jahr von Woffelsbach kommend viele Kilometer bis nach Höfen zurück, um den Neulingen, in diesem Jahr waren es immerhin drei neue Krippenbauer, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Einen besonderen Dank richtete Dosquet jedoch an Therese Theißen, die seit Jahren den Krippenbauern ihre Schreinerei zur Verfügung stellt. Zweimal wöchentlich sind dann hier die Hobbybastler des Krippenvereins herzlich willkommen und können nach Herzenslust werkeln, sägen und leimen. So entsteht dann ab September in mühevoller Kleinarbeit das, was nun im Pfarrzentrum zu sehen ist. Jede Krippe ist ein Unikat und etwas Besonderes. Die Alpenländischen Krippen zeigen das Geschehen um die Geburt Jesu vor dem Hintergrund einer idyllischen Berglandschaft. So hat z. B. Karl-Heinz Matheis die „Drei Zinnen“, die sonst in den Dolomiten zu finden sind, als Hintergrundmotiv für seine Krippe gewählt, die sich darüber hinaus noch durch viele kleine Details auszeichnet. Mit Hilfe vieler unterschiedlicher Gewürze gibt er seiner Landschaft ein echtes Ambiente. Marianne Försters alpenländische Krippe ist genauso sehenswert wie die Krippen der „Neulinge“ Egon und Elisabeth Johnen und des 18jährigen Sven Baron, der 750 Dachziegel einzeln bearbeitet hat. Reinhold Schmitz hat ein ganzes Dorf gezaubert, mit einem belebten Dorfplatz als Mittelpunkt. Das geschmolzene Wasser eines Gletschers rinnt ins Tal. Irene Biermanns hat eine richtige Werkstatt in ihrer Krippe entstehen lassen, mit Axt, Rechen und Sense, natürlich alles im Miniformat. Im Backofen wartet ein knuspriges Brot darauf, endlich gegessen zu werden. Marion Fortain hatte ihre Ideen während einer Krippenausstellung in der Provence gesammelt. Das besondere hierbei ist eine Windmühle und verschiedene Handwerkfiguren, die der Szene etwas Lebendiges verleihen. Rolf Isaac hat seine Wurzel- und Wandkrippen aus Baumpilzen und ausschließlich aus Materialien, die in unserer Region zu finden sind, gefertigt. Die orientalische Krippe von Marlene Henn führt den Betrachter in den Orient, mit Cypressen und Kamelen. Die Liste der hier ausgestellten Kunstwerke könnte noch um Vieles erweitert werden. Deshalb ist ein Besuch dieser Ausstellung sicherlich lohnenswert. Ebenfalls im Pfarrzentrum in Höfen hat der Eifelmaler Manfred Hilgers eine große Auswahl seiner Werke ausgestellt. In diesem Jahr sind auch wieder einige Besonderheiten mit dabei. Neben einem Selbstportrait hat er das Konterfei des singenden Hirten Reiner Jakobs in Öl auf Leinwand gebannt, täuschend echt. Eine weihnachtliche Szene mit deutschen und amerikanischen Soldaten des Kriegsjahres 1944 lädt den Betrachter zu einem stillen und nachdenklichen Verweilen ein. Das Elternhaus seiner Ehefrau wurde von ihm auf Leinwand festgehalten, ebenso wie eine Straße in Heimbach und das Viadukt bei Reichenstein. Aber auch die Landschafts- und Tierbilder zeigen die Natur in den verschiedenen Jahreszeiten mit den schönsten Farben. Seine Graphitzeichnungen auf Leinwand stellen für den Künstler, wegen der rauen Leinwandoberfläche, eine besondere Herausforderung dar, die von ihm perfekt bewältigt wurde. Ein Teil des Erlöses dieser Gemäldeausstellung geht an die Kinderkrebsstation des Klinikums Aachen. Die Öffnungszeiten dieser gemeinsamen Ausstellung sind vom 13.12. bis zum 04.01.2009 jeweils von 13.00 bis 18.00 Uhr (außer Heiligabend). Der Eintritt ist frei. MD |