Krippenausstellung der Krippenbauer des Krippenvereins Höfen Mit der Adventzeit verbindet jeder wohl den Duft von Glühwein, selbstgebackenen Plätzchen und Kerzen. Aber nicht nur das gehört mittlerweile zur Weihnachtszeit einfach mit dazu. Auch die Ausstellung selbstgemachter Hauskrippen der Krippenbauer des Krippenvereins in Höfen ist für viele fast schon ein Muss, um die richtige Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen. Am Samstagmittag war es dann im Pfarrzentrum endlich wieder so weit. Bereits zum siebten Mal konnte diese Ausstellung, die so manches Kinderherz aber auch das von Erwachsenen höher schlagen lässt, eröffnet werden. Seit August waren die Krippenbauer mit der Vorbereitung dieser Ausstellung beschäftigt. Das diese facettenreichen und detailfreudigen Krippen entstehen konnten, verdankten die Krippenbauer sicherlich auch Therese Theißen, die die ehemalige Schreinerei für diese Bastelaktivitäten zur Verfügung gestellt hatte. Hier konnte dann nach Herzenslust gewerkelt und modelliert werden. Der Fantasie waren fast keine Grenzen gesetzt. Walter Lauscher, ein alter Hase in Sachen Krippenbau, legte wieder viele Kilometer zurück, um den Kollegen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Besonders Neuling Peter Jung, der seine erste Krippe fertig stellte, konnte sich über diese Unterstützung freuen. Eine besondere Herausforderung schien dann anscheinend der Transport dieser Krippen ins Pfarrzentrum zu sein. So musste schon manches Mall ein größeres Auto angeschafft werden. Das ist dann wirkliche Einsatzfreude. Marianne Förster gab dem Ausstellungsraum mit ihrer Dekoration das richtige weihnachtliche Ambiente. In den ausgestellten Hauskrippen hatte dann jeder Krippenbauer seinen Ideen freien Lauf gelassen. Die Geburt Jesu konnte auch in einer Alpenlandschaft stattfinden. Besonders reizvoll waren hier die vielen kleinen Einzelheiten wie z. B. ein kleiner Hühnerstall, Gartengeräte im Miniformat, winzige Türscharniere und Dächer mit einzeln angefertigten Dachschindeln gedeckt. Aber auch die orientalischen Krippen mit dem Flair des fernen Orients waren sehr reizvoll. Die Schneekrippe von Reinhold Schmitz, dem Leiter der Krippenbauer, war schließlich ein echter Blickfang. Diese Schneelandschaft forderte schon einiges an Fachwissen und Fingerfertigkeit. Der Schneeeffekt war durch Holzleim, Wasser und Schneepulver entstanden. Die kleinen Eiszapfen wurden aus Glasstreifen gebildet, die anschließend mittels Lötlampe in Form gedreht werden konnten. Aber auch Griechenlands Antike, symbolisiert durch prächtige Säulen, hatte in der Stilkrippe von Marion Fontain Einzug gehalten. Die Wurzel aus der Rolf Isaac seine Krippe gefertigt hatte, hatte bis vor wenigen Tagen sogar noch im Wald gestanden. Das besondere an seinen Krippen ist sicherlich, dass er seine „Kunstwerke“ aus Naturmaterialien der heimischen Fauna fertigt. Elisabeth und Egon Johnen hatten in ihrem Familienprojekt ein ganzes Dorf gezaubert, mit einem belebten Dorfplatz und vielen Details, die das Leben der damaligen Zeit wiederspiegeln. Folgende Krippenbauer sind mit ihren Krippen vertreten: Reinhold Schmitz, Marlene Henn, Marianne Förster, Irene Biermanns, Elisabeth und Egon Johnen, Karl-Heinz Matheis, Peter Jung und Rolf Isaac. Neben der Ausstellung der Krippenbauer nutzt auch der Eifelmaler Manfred Hilgers die Möglichkeit, eine große Auswahl seiner Bilder zu präsentieren. Die Motive seiner Ölbilder sind sehr vielseitig. In den Landschaftsbildern hat der Betrachter das Gefühl mitten drin und ein Teil der Natur zu sein. Die Gemälde sind so facettenreich wie nur die Natur sein kann, mit Lichtspiegelungen, Sonnenuntergängen und die verschiedenen Jahreszeiten. Besonders gelungen sind auch die Tierbilder. Man könnte fast in Versuchung geraten, das Fell der Katze zu streicheln, so Naturgetreu wurde es vom Künstler Hilgers gezeichnet. Seine Graphitzeichnungen auf Leinwand sind wegen der rauen Leinwandoberfläche eine besonders schwierige Herausforderung – aber für den Eifelmaler letztendlich kein Problem. Ein Teil des Erlöses dieser Gemäldeausstellung geht an die Kinderkrebsstation des Uniklinikums Aachen. Die Öffnungszeiten dieser gemeinsamen Ausstellung sind noch bis zum 03. Januar 2010 täglich, außer Heiligabend, von 13.00 bis 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. MD |